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AFIAS bezeichnet eine Serie automatisierter Point-of-Care-Diagnostiksysteme des Herstellers Boditech zur quantitativen Bestimmung klinischer Parameter direkt vor Ort. Die Geräte basieren auf der Fluoreszenz-Immunoassay-Technologie und ermöglichen die Analyse von Blut-, Plasma- oder Urinproben innerhalb weniger Minuten.
Im Unterschied zur klassischen Labordiagnostik stehen Ergebnisse unmittelbar am Ort der Patientenversorgung zur Verfügung. Das ist insbesondere in zeitkritischen Situationen relevant, aber auch in Versorgungssettings, in denen Patienten nicht erneut einbestellt werden sollen.
AFIAS-Systeme kommen heute in unterschiedlichen Bereichen zum Einsatz – von Kliniken und Arztpraxen bis hin zu Apotheken. Gerade in Apotheken gewinnt die Point-of-Care-Diagnostik zunehmend an Bedeutung, beispielsweise bei der Bestimmung von Vitamin D im Rahmen präventiver Angebote oder pharmazeutischer Dienstleistungen.
Die AFIAS-Systeme werden vom südkoreanischen Unternehmen Boditech Med Inc. entwickelt und hergestellt. Das Unternehmen ist auf Point-of-Care-Diagnostiklösungen spezialisiert und bietet verschiedene Plattformen im Bereich der In-vitro-Diagnostik an.
Im Zusammenhang mit AFIAS ist der Hersteller insbesondere im Kontext der technologischen Basis, des Testportfolios und der Systementwicklung relevant. Für Anwender steht jedoch in der Regel die Auswahl des passenden Systems und der verfügbaren Parameter im Vordergrund.
Die AFIAS-Serie umfasst mehrere Geräte, die sich vor allem im Durchsatz und im Grad der Automatisierung unterscheiden. Zu den gängigen AFIAS-Systemen zählen AFIAS-1, AFIAS-3, AFIAS-6 und AFIAS-10.
Das AFIAS-1 ist als kompaktes Einzelplatzsystem konzipiert und eignet sich besonders für Einrichtungen mit geringem Probenaufkommen. Dazu zählen kleinere Arztpraxen oder Apotheken, in denen einzelne Parameter wie Vitamin D oder CRP gezielt bestimmt werden.
Das AFIAS-3 ermöglicht die parallele Analyse mehrerer Proben oder Parameter. Dadurch lassen sich Abläufe effizienter gestalten, insbesondere wenn regelmäßig mehrere Patienten hintereinander getestet werden.
Die Systeme AFIAS-6 und AFIAS-10 sind auf einen höheren Durchsatz ausgelegt. Sie kommen vor allem in größeren Praxen, Kliniken oder zentral organisierten Point-of-Care-Strukturen zum Einsatz, in denen mehrere Proben gleichzeitig verarbeitet werden müssen.
Die AFIAS-Systeme unterscheiden sich vor allem im Durchsatz und in der Anzahl paralleler Messungen. Die folgende Übersicht zeigt die wichtigsten Unterschiede im direkten Vergleich.
| System | Messplätze | Durchsatz | Parallele Messungen | Typische Anwendung / Einsatzort |
|---|---|---|---|---|
| AFIAS-1 | 1 | gering | nein | Arztpraxis, Apotheke (z. B. Vitamin D, CRP) |
| AFIAS-3 | 3 | mittel | ja | größere Praxis, MVZ, Apotheke mit höherem Probenaufkommen |
| AFIAS-6 | 6 | hoch | ja | Klinik, Notaufnahme, POCT-Strukturen |
| AFIAS-10 | 10 | sehr hoch | ja | zentrale POCT-Einheiten, größere Kliniken |
Unabhängig vom gewählten System können alle verfügbaren AFIAS-Parameter grundsätzlich auf jedem Gerät gemessen werden. Die Unterschiede liegen daher nicht im Testmenü, sondern vor allem in der Anzahl gleichzeitig verarbeitbarer Proben und im Automatisierungsgrad.
Für Einrichtungen mit wenigen täglichen Messungen ist ein kompaktes System häufig ausreichend. Steigt das Probenaufkommen oder sollen mehrere Parameter parallel bestimmt werden, gewinnen Systeme wie das AFIAS-3, AFIAS-6 oder AFIAS-10 an Bedeutung.
Das AFIAS-3 gehört zu den zentralen Systemen innerhalb der AFIAS-Serie und wird häufig in Einrichtungen eingesetzt, in denen regelmäßig mehrere Proben analysiert werden.
Im Vergleich zu Einzelplatzsystemen ermöglicht das AFIAS-3 eine parallele Verarbeitung von Proben und unterstützt strukturierte Point-of-Care-Abläufe. Dadurch eignet sich das System sowohl für größere Praxen als auch für Apotheken mit wachsendem Testangebot oder für klinische Umgebungen.
Auf Diagnoodle finden Sie zum AFIAS-3 weiterführende Informationen, darunter Einblicke in den Workflow, die Qualitätssicherung sowie die Bedienung im praktischen Einsatz.
Ein zentraler Vorteil der AFIAS-Systeme ist die breite Testpalette. Die verfügbaren AFIAS-Tests decken verschiedene medizinische Fachbereiche ab und ermöglichen eine flexible Nutzung je nach Anwendung.
Im Bereich der Kardiologie werden Marker wie Troponin, NT-proBNP oder D-Dimer bestimmt, die insbesondere in Notfallsituationen relevant sind.
Für Infektion und Entzündung stehen unter anderem CRP, Procalcitonin oder Interleukin-6 zur Verfügung, die bei der Einschätzung entzündlicher Prozesse eingesetzt werden.
Auch endokrinologische Parameter wie TSH, T3, T4, Cortisol oder Testosteron können mit AFIAS-Systemen analysiert werden. Darüber hinaus umfasst das Testmenü onkologische Marker wie PSA, AFP oder CEA.
Für Apotheken ist insbesondere die Bestimmung von Vitamin D ein zentraler Anwendungsfall. Dieser Parameter wird häufig im Rahmen präventiver Angebote gemessen und zählt zu den häufigsten Einsatzgebieten von Point-of-Care-Systemen im Apothekenkontext.
Die Messdauer liegt je nach Parameter typischerweise zwischen wenigen Minuten und etwa 15 Minuten.
AFIAS-Systeme basieren auf der Fluoreszenz-Immunoassay-Technologie. Dabei wird eine spezifische Antigen-Antikörper-Reaktion genutzt, um die Konzentration eines Analyten in einer Probe zu bestimmen.
Der Ablauf ist standardisiert: Nach der Probenentnahme wird die Probe auf eine Testkassette aufgebracht und in das System eingelegt. Die anschließende Analyse erfolgt automatisiert, und das Ergebnis steht nach kurzer Zeit quantitativ zur Verfügung.
Durch die automatisierten Abläufe und standardisierten Testkassetten wird die Fehleranfälligkeit reduziert und eine reproduzierbare Messung unterstützt.
Die Auswahl des passenden AFIAS-Geräts hängt maßgeblich vom Probenaufkommen und vom Anwendungskontext ab.
In Arztpraxen und Apotheken stehen häufig Einzelmessungen im Vordergrund, beispielsweise zur Bestimmung von Vitamin D oder Entzündungsparametern. Hier kann ein kompaktes System wie das AFIAS-1 ausreichend sein.
In größeren Praxen oder medizinischen Versorgungszentren steigt der Bedarf an parallelen Messungen, wodurch Systeme wie das AFIAS-3 an Bedeutung gewinnen.
In Kliniken oder zentral organisierten Point-of-Care-Strukturen spielt der Durchsatz eine größere Rolle, sodass Systeme mit mehreren Messplätzen sinnvoll sind.
Bei der Auswahl eines AFIAS-Systems ist es entscheidend, die Anforderungen der eigenen Einrichtung zu berücksichtigen. Nicht die maximale Leistungsfähigkeit eines Geräts ist ausschlaggebend, sondern die Passung zum tatsächlichen Bedarf.
Ein höherer Durchsatz ist sinnvoll, wenn regelmäßig mehrere Proben parallel analysiert werden. In Umgebungen mit geringem Testaufkommen kann ein einfacheres System effizienter sein.
Auch die verfügbaren AFIAS-Tests sowie Aspekte wie Konnektivität, Workflow-Integration und Qualitätssicherung sollten in die Entscheidung einbezogen werden.
Auf Diagnoodle können Sie AFIAS-Systeme strukturiert vergleichen und unverbindlich ein Angebot für Ihre Einrichtung anfragen.
Dort finden Sie unter anderem Informationen zu technischen Eigenschaften, verfügbaren Parametern und typischen Einsatzbereichen sowie weiterführende Inhalte wie Studien oder Anwendungseinblicke.
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AFIAS-Systeme bieten eine flexible Lösung für die Point-of-Care-Diagnostik in unterschiedlichen Versorgungssettings. Von der Arztpraxis über die Apotheke bis hin zur Klinik lassen sich diagnostische Prozesse direkt vor Ort umsetzen.
Die Wahl des passenden AFIAS-Systems hängt maßgeblich vom Probenaufkommen, den benötigten Parametern und den organisatorischen Anforderungen ab. Ein strukturierter Überblick über Geräte, Tests und Unterschiede ist eine wichtige Grundlage für eine fundierte Entscheidung.
Ein AFIAS-System ist ein automatisiertes Point-of-Care-Diagnostikgerät zur quantitativen Bestimmung verschiedener Laborparameter direkt vor Ort. Es ermöglicht schnelle Ergebnisse ohne zentrale Laboranalyse.
Zu den gängigen AFIAS-Geräten zählen AFIAS-1, AFIAS-3, AFIAS-6 und AFIAS-10. Sie unterscheiden sich vor allem im Durchsatz und in der Anzahl paralleler Messungen.
Mit AFIAS-Systemen können unter anderem CRP, Troponin, NT-proBNP, D-Dimer, HbA1c, TSH sowie Vitamin D bestimmt werden. Die verfügbaren Tests hängen vom jeweiligen System ab.
AFIAS-Systeme eignen sich für Arztpraxen, Kliniken und Apotheken. In Apotheken wird insbesondere Vitamin D häufig mit AFIAS bestimmt, während in Kliniken eher Notfallparameter im Fokus stehen.
Die Kosten hängen vom gewählten System, den Testparametern sowie zusätzlichen Anforderungen wie Zubehör oder IT-Anbindung ab. Für eine konkrete Einschätzung kann über Diagnoodle ein unverbindliches Angebot angefragt werden.
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