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AFIAS Tests umfassen eine Vielzahl quantitativer Parameter für die Point-of-Care-Diagnostik, darunter D-Dimer, HbA1c, CRP, Troponin und NT-proBNP.
Die Plattform wird in unterschiedlichen Versorgungssettings eingesetzt – von der Arztpraxis über Apotheken bis hin zu MVZ und klinischen Einrichtungen. Entscheidend ist dabei, welche Parameter im jeweiligen Alltag benötigt werden und wie sich diese effizient vor Ort bestimmen lassen.
Einen Überblick über die verfügbaren Geräte, Unterschiede im Durchsatz und Einsatzbereiche finden Sie im Hauptartikel zu den AFIAS-Systemen.
Ein AFIAS Test ist ein Testkit zur quantitativen Bestimmung klinischer Parameter auf AFIAS-Analysegeräten. Die Tests liefern Ergebnisse innerhalb weniger Minuten und ermöglichen eine direkte Diagnostik am Point of Care.
Die AFIAS-Plattform basiert auf der Fluoreszenz-Immunoassay-Technologie (FIA). Dabei werden spezifische Antigen-Antikörper-Reaktionen genutzt, die über Fluoreszenzsignale quantitativ ausgewertet werden. Dieses Verfahren ermöglicht eine standardisierte und reproduzierbare Messung für unterschiedliche Parameter.
Je nach Test kommen verschiedene Probenmaterialien zum Einsatz, beispielsweise Vollblut, Serum oder Plasma. Dadurch lassen sich diagnostische Fragestellungen direkt dort beantworten, wo sie entstehen – ohne zeitliche Verzögerung durch externe Laboranalysen.
AFIAS Systeme im Überblick
Die AFIAS-Plattform deckt ein breites Spektrum klinischer Fragestellungen ab. Die verfügbaren Parameter lassen sich verschiedenen medizinischen Fachbereichen zuordnen.
Im Bereich der Kardiologie und Akutdiagnostik gehören dazu unter anderem D-Dimer, Troponin, Troponin T, Tn-I Plus, NT-proBNP und Myoglobin. Diese Parameter werden typischerweise in Situationen eingesetzt, in denen eine schnelle diagnostische Einordnung erforderlich ist.
Für Entzündungs- und Infektionsfragestellungen stehen unter anderem CRP, Procalcitonin, IL-6 sowie kombinierte Parameter wie MxA/CRP zur Verfügung.
Im Bereich Diabetes und Stoffwechsel sind insbesondere HbA1c, Vitamin D und Ferritin relevant, während die Endokrinologie Parameter wie TSH, T3, T4 oder Cortisol umfasst.
Darüber hinaus stehen mit PSA, AFP und CEA auch onkologische Marker zur Verfügung.
Welche Parameter im Alltag eingesetzt werden, hängt stark vom jeweiligen Versorgungskontext ab.
In der Akutdiagnostik stehen häufig D-Dimer, Troponin oder NT-proBNP im Vordergrund, da sie bei zeitkritischen Fragestellungen eingesetzt werden.
Für die Einschätzung von Entzündungs- und Infektionsprozessen werden typischerweise CRP, Procalcitonin oder IL-6 genutzt.
Im Bereich Stoffwechsel und Verlaufskontrolle sind insbesondere HbA1c oder Vitamin D relevant, während für endokrinologische Fragestellungen Parameter wie TSH, T3 oder T4 eine Rolle spielen.
Entscheidend ist dabei nicht ein einzelner Test, sondern die Kombination aus Parametern und deren Einbindung in den jeweiligen Arbeitsablauf.
Die AFIAS-Plattform umfasst mehrere Analysegeräte, die sich vor allem hinsichtlich Durchsatz und Anzahl paralleler Messungen unterscheiden.
Das AFIAS-1 ist als kompaktes Einzelplatzsystem ausgelegt und eignet sich insbesondere für geringes Testaufkommen.
Das AFIAS-3 ermöglicht mehrere parallele Messungen und unterstützt einen strukturierten Workflow bei regelmäßigem Testbedarf.
Das AFIAS-6 und AFIAS-10 sind für höhere Probenzahlen ausgelegt und erlaubt mehrere gleichzeitige Analysen.
Entscheidend ist: Die Systeme unterscheiden sich nicht in den verfügbaren Parametern, sondern in der Organisation der Diagnostik.
Weitere Informationen zu den Geräten und Funktionen finden Sie auf Diagnoodle beim jeweiligen System.
Grundsätzlich sind AFIAS Tests plattformübergreifend einsetzbar. Die verfügbaren Parameter sind daher nicht an ein bestimmtes Gerät gebunden.
Die Wahl des Systems beeinflusst vielmehr, wie effizient die Tests im Alltag durchgeführt werden können – insbesondere im Hinblick auf Durchsatz, parallele Messungen und Workflow.
AFIAS Tests werden in unterschiedlichen Versorgungsstrukturen eingesetzt.
In der Arztpraxis stehen häufig CRP, HbA1c, TSH oder D-Dimer im Fokus, abhängig vom diagnostischen Schwerpunkt.
Im Apothekenumfeld spielen eher präventive Fragestellungen eine Rolle, beispielsweise Vitamin D oder HbA1c.
In MVZ oder größeren ambulanten Einrichtungen wird neben dem Parameterangebot insbesondere der Durchsatz relevant.
Im klinischen Umfeld stehen kardiologische Marker, Entzündungsparameter und Gerinnungsdiagnostik im Vordergrund.
AFIAS Tests ermöglichen eine breite, quantitative Diagnostik direkt am Point of Care und decken unterschiedliche medizinische Fachbereiche ab. Für die Auswahl ist entscheidend, welche Parameter im jeweiligen Versorgungskontext benötigt werden und welches AFIAS-System diese Anforderungen im Alltag sinnvoll abbilden kann.
AFIAS umfasst unter anderem D-Dimer, HbA1c, CRP, Troponin, NT-proBNP, Vitamin D, TSH, PSA, AFP und CEA.
Je nach Parameter liegt die typische Ergebniszeit meist zwischen etwa 3 und 15 Minuten.
Ja, die Tests sind grundsätzlich plattformübergreifend einsetzbar.
Die Plattform deckt mehrere Fachbereiche ab, darunter Kardiologie, Entzündung, Stoffwechsel, Endokrinologie und Onkologie.
Für Einrichtungen, die diagnostische Parameter direkt vor Ort bestimmen möchten, beispielsweise Arztpraxen, Apotheken, MVZ oder Kliniken.
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