AFIAS D-Dimer: Wann ist der Test am Point of Care relevant?

AFIAS D-Dimer ist ein quantitativer Point-of-Care-Test innerhalb der AFIAS-Plattform von Boditech. Der Parameter gehört zu den klinisch relevanten Akutmarkern und kann in Versorgungssituationen von Bedeutung sein, in denen Laborwerte zeitnah direkt vor Ort benötigt werden.

Im Unterschied zur zentralen Labordiagnostik erfolgt die Messung auf AFIAS-Systemen unmittelbar am Point of Care. Das Ergebnis steht nach kurzer Zeit zur Verfügung und kann dadurch in bestehende diagnostische Abläufe eingebunden werden. Welche Rolle dabei nicht nur der Parameter selbst, sondern auch das passende AFIAS-System spielt, ist für die praktische Einordnung entscheidend.

Der AFIAS D-Dimer Test ist laut Hersteller für die quantitative Bestimmung von D-Dimer in humanem Vollblut oder Plasma ausgelegt.

Einen Überblick über die AFIAS-Geräte und das gesamte Testportfolio finden Sie auch in den Beiträgen zu den AFIAS-Systemen.

Was ist AFIAS D-Dimer?

AFIAS D-Dimer ist ein Testkit zur quantitativen Bestimmung des Parameters D-Dimer auf AFIAS-Analysegeräten. Der Test ist Teil des AFIAS-Portfolios und kann damit auf den verschiedenen Systemen der Plattform eingesetzt werden.

Wie andere AFIAS-Tests basiert auch dieser Parameter auf der Fluoreszenz-Immunoassay-Technologie. Ziel ist eine standardisierte, quantitative Messung direkt vor Ort, ohne dass die Probe zunächst an ein Zentrallabor übermittelt werden muss.

Genauer beschrieben arbeitet der Test mit einem Fluoreszenz-Immunoassay im Sandwich-Prinzip. Dabei werden Antigen-Antikörper-Komplexe gebildet und über ein Fluoreszenzsignal quantitativ ausgewertet.

Der Test gehört innerhalb des AFIAS-Portfolios zum Bereich der Akut- und Gerinnungsdiagnostik und ist insbesondere in Versorgungssituationen relevant, in denen eine schnelle labordiagnostische Einordnung erforderlich ist.

Einen Überblick über weitere relevante Parameter der Plattform finden Sie im Beitrag “AFIAS Test: Übersicht der wichtigsten Parameter”.

AFIAS Systeme im Überblick: AFIAS-1, AFIAS-3, AFIAS-6 und AFIAS-10

Was misst ein D-Dimer-Test?

D-Dimer ist ein Laborparameter, der im Zusammenhang mit der Fibrinolyse steht. Er wird in diagnostischen Kontexten eingesetzt, in denen Gerinnungsprozesse eingeordnet werden müssen.

D-Dimer ist ein Abbauprodukt von quervernetztem Fibrin, das während der Aktivierung des Gerinnungssystems entsteht.

Für den Einsatz am Point of Care ist dabei vor allem relevant, dass der Parameter nicht erst zeitverzögert über externe Laborstrukturen verfügbar wird, sondern direkt vor Ort bestimmt werden kann. Gerade in zeitkritischen Abläufen kann das organisatorisch von Vorteil sein.

Entscheidend ist jedoch nicht allein die Verfügbarkeit des Parameters, sondern auch die Frage, wie gut sich die Messung in die bestehenden Prozesse einer Einrichtung integrieren lässt.

Wann ist AFIAS D-Dimer in der Praxis relevant?

AFIAS D-Dimer ist insbesondere in Versorgungssettings relevant, in denen Akutdiagnostik eine Rolle spielt. Dazu zählen beispielsweise Arztpraxen mit entsprechender diagnostischer Ausrichtung, medizinische Versorgungszentren, ambulante Akutstrukturen oder klinische Einrichtungen.

Im Alltag kann ein Point-of-Care-Test vor allem dann sinnvoll sein, wenn Ergebnisse möglichst schnell benötigt werden und diagnostische Abläufe nicht durch Wartezeiten auf externe Laboranalysen verzögert werden sollen.

Laut Hersteller wird D-Dimer häufig im diagnostischen Kontext eingesetzt, wenn thromboembolische Erkrankungen wie tiefe Venenthrombose (TVT) oder Lungenembolie (LE) abgeklärt beziehungsweise ausgeschlossen werden sollen.

Dabei hängt die praktische Relevanz nicht nur vom Parameter ab, sondern auch vom Probenaufkommen. In Einrichtungen mit einzelnen Messungen kann ein kompaktes System ausreichend sein. In Strukturen mit mehreren Proben oder eng getakteten Abläufen gewinnen Systeme mit höherem Durchsatz an Bedeutung.

Wie läuft eine Messung mit AFIAS D-Dimer ab?

Die Messung erfolgt innerhalb des standardisierten AFIAS-Workflows. Nach der Probenentnahme wird die Probe auf die entsprechende Testkassette aufgebracht und in das Analysegerät eingelegt. Die anschließende Messung läuft automatisiert ab, sodass nach kurzer Zeit ein quantitatives Ergebnis vorliegt.

Laut Gebrauchsanweisung wird das Testergebnis nach 12 Minuten auf dem Bildschirm angezeigt.

Dieser standardisierte Ablauf ist für professionelle Point-of-Care-Strukturen besonders relevant, weil er reproduzierbare Prozesse unterstützt und sich vergleichsweise gut in bestehende Routinen integrieren lässt.

Je nach Gerätemodus erfolgt die Messung mit unterschiedlichen Probenvolumina. Im allgemeinen Modus werden 100 µL Probe verwendet, im C-tip-Modus 30 µL Vollblut.

Mit welchen AFIAS-Systemen kann D-Dimer gemessen werden?

AFIAS D-Dimer ist plattformbezogen und kann grundsätzlich innerhalb der AFIAS-Serie genutzt werden. Für die praktische Auswahl ist daher weniger entscheidend, ob der Parameter auf einem bestimmten Gerät verfügbar ist, sondern welches System organisatorisch zum tatsächlichen Bedarf passt.

Das AFIAS-1 eignet sich vor allem für Einzelmessungen und geringes Testaufkommen. Das AFIAS-3 ist interessant, wenn mehrere Proben parallel oder eng getaktet verarbeitet werden sollen. Das AFIAS-6 und AFIAS-10 kommen eher dort infrage, wo höherer Durchsatz und stärkere Parallelisierung erforderlich sind.

Laut Hersteller ist der AFIAS D-Dimer Test mit AFIAS-1, AFIAS-3, AFIAS-6 und AFIAS-10 einsetzbar.

Die Unterschiede zwischen den Geräten liegen somit nicht im D-Dimer-Test selbst, sondern in der Anzahl möglicher gleichzeitiger Messungen und im Workflow.

Welche technischen Eckdaten sind für AFIAS D-Dimer relevant?

Neben dem Parameter selbst können auch technische Rahmendaten für die Einordnung des Tests relevant sein.

Der vom Hersteller angegebene Arbeitsbereich liegt bei 50 bis 10.000 ng/mL (FEU).

Die Ergebnisdarstellung erfolgt in ng/mL FEU (Fibrinogenäquivalente Einheiten).

Zusätzlich nennt der Hersteller einen Cut-off-Wert von 500 ng/mL.

Als empfohlenes Antikoagulans wird Natriumcitrat angegeben.

Diese Angaben sind insbesondere für Fachanwender relevant, die den Test nicht nur inhaltlich, sondern auch im Hinblick auf praktische Abläufe und Systemanforderungen einordnen möchten.

Für welche Einrichtungen ist AFIAS D-Dimer interessant?

AFIAS D-Dimer ist vor allem für Einrichtungen relevant, in denen Gerinnungs- oder Akutdiagnostik strukturiert vor Ort durchgeführt werden soll. Dazu gehören insbesondere größere Praxen, MVZ, ambulante Akutversorgungsstrukturen und klinische Bereiche.

Ob ein kompaktes System oder ein Gerät mit höherem Durchsatz sinnvoll ist, hängt stark vom täglichen Probenaufkommen und der Taktung im Versorgungsalltag ab. Nicht jede Einrichtung benötigt dieselbe Systemgröße. Entscheidend ist die Passung zwischen Parameter, Arbeitsablauf und organisatorischem Bedarf.

Wenn neben Gerinnungsdiagnostik auch Stoffwechselparameter relevant sind, kann beispielsweise HbA1c im selben Systemkontext interessant sein.

Was sagen die Leistungsdaten des Herstellers?

Für die Einordnung eines POCT-Tests können auch die vom Hersteller angegebenen Leistungsmerkmale relevant sein.

Laut Hersteller liegt die Nachweisgrenze (LoD) bei 10,6 ng/mL, die Quantifizierungsgrenze (LoQ) bei 50,0 ng/mL.

Darüber hinaus verweist der Hersteller auf eine gute Präzision, Reproduzierbarkeit und Vergleichbarkeit mit einem Komparatorverfahren.

Im Methodenvergleich mit 100 klinischen Proben wurde ein Korrelationskoeffizient von R = 0,9753 angegeben.

Diese Daten ersetzen keine eigenständige Leistungsbewertung im individuellen Anwendungskontext, können aber zur ersten technischen Einordnung des Tests beitragen.

Worauf kommt es bei der Auswahl an?

Wer AFIAS D-Dimer einsetzen möchte, sollte nicht nur den Parameter betrachten, sondern das Gesamtsystem. Relevant sind unter anderem:

  • wie häufig D-Dimer im Alltag tatsächlich gemessen wird

  • ob zusätzliche AFIAS-Parameter genutzt werden sollen

  • ob mehrere Proben parallel verarbeitet werden müssen

  • wie das System in bestehende POCT-Abläufe integriert werden kann

Gerade bei Point-of-Care-Diagnostik ist nicht die isolierte Messung ausschlaggebend, sondern die Einbindung in einen funktionierenden Workflow.

AFIAS D-Dimer auf Diagnoodle einordnen

Auf Diagnoodle können Sie AFIAS-Systeme strukturiert vergleichen und einordnen, welches Gerät zu Ihrem Probenaufkommen und Anwendungskontext passt. Darüber hinaus finden Sie dort weiterführende Informationen zu Parametern, Systemeigenschaften und typischen Einsatzbereichen.

Wenn Sie prüfen möchten, welches AFIAS-System für D-Dimer-Messungen in Ihrer Einrichtung sinnvoll sein könnte, kann ein strukturierter Vergleich der Geräte eine hilfreiche Grundlage sein.

Fazit

AFIAS D-Dimer ist ein relevanter Parameter innerhalb der AFIAS-Plattform für Versorgungssituationen, in denen diagnostische Ergebnisse direkt am Point of Care verfügbar sein sollen. Für die praktische Nutzung ist jedoch nicht nur der Test selbst entscheidend, sondern vor allem die Frage, welches AFIAS-System den tatsächlichen Arbeitsalltag der jeweiligen Einrichtung am besten unterstützt. Zu den konkret vom Hersteller genannten Merkmalen zählen unter anderem die Eignung für Vollblut- und Plasmaproben, eine Ergebniszeit von 12 Minuten, ein Arbeitsbereich von 50 bis 10.000 ng/mL (FEU) sowie die Einsetzbarkeit auf allen gängigen AFIAS-Systemen.

Frequently Asked Questions (FAQs)

Was ist der AFIAS D-Dimer Test?

Der AFIAS D-Dimer Test ist ein quantitativer Point-of-Care-Test zur Bestimmung des Parameters D-Dimer auf AFIAS-Analysegeräten. Er gehört zum Testportfolio der AFIAS-Plattform und wird direkt vor Ort durchgeführt.

Der Test misst den Laborparameter D-Dimer, der im Zusammenhang mit Gerinnungs- und Fibrinabbauprozessen steht. Er wird in diagnostischen Kontexten eingesetzt, in denen eine schnelle labordiagnostische Einordnung erforderlich ist.

Der AFIAS D-Dimer Test kann grundsätzlich auf den AFIAS-Systemen eingesetzt werden. Unterschiede zwischen den Geräten bestehen vor allem im Durchsatz und in der Anzahl paralleler Messungen, nicht im Parameter selbst.

Der Test ist insbesondere für Einrichtungen relevant, in denen Akutdiagnostik oder strukturierte Point-of-Care-Abläufe eine Rolle spielen, zum Beispiel in Arztpraxen, MVZ oder klinischen Bereichen.

Nach der Probenentnahme wird die Probe auf die Testkassette aufgebracht und in das AFIAS-System eingelegt. Die Analyse erfolgt automatisiert, sodass nach kurzer Zeit ein quantitatives Ergebnis zur Verfügung steht.