Diagnoodle Blog Home > POCT-Geräte > Edan i15
Die Blutgasanalyse am Point of Care (POCT) ist in vielen klinischen und präklinischen Situationen entscheidend. Insbesondere bei kritisch kranken Patientinnen und Patienten zählt jede Minute, z.B. in der Notaufnahme, auf der Intensivstation oder im Rettungsdienst.
Während etablierte Systeme wie das epoc Blood Analysis System und das Abbott i-STAT seit Jahren im Markt eingesetzt werden, rücken zunehmend kompakte Alternativen in den Fokus. Eines dieser Systeme ist der Edan i15.
Doch wie ist dieses Gerät einzuordnen und für wen kann es eine sinnvolle Option sein?
Der Edan i15 ist ein tragbares Blutgasanalysegerät für den Einsatz direkt am Patienten. Das System ist als kompakte, integrierte Lösung konzipiert und kombiniert mehrere Funktionen in einem Gerät:
Tragbares System (3,8 kg) mit Griff für den mobilen Einsatz
Integrierter Akku für den Betrieb ohne feste Infrastruktur
Eingebauter Drucker und Barcode-Scanner
Kartuschenbasiertes Messsystem
Die Messung erfolgt direkt über Einwegkartuschen, die verschiedene Parameter enthalten können, darunter Blutgase, Elektrolyte und metabolische Werte. Ergebnisse stehen in der Regel innerhalb von etwa einer Minute zur Verfügung.
Ein zentraler Bestandteil des Systems ist die Kombination aus Mikrofluidik und Mikrosensortechnologie. Diese ermöglicht die Analyse kleiner Probenvolumina direkt in der Kartusche.
Typische Merkmale des Konzepts:
Geschlossenes Kartuschensystem zur Reduktion von Kontaminationsrisiken
Integration mehrerer Parameter in einer Kartusche
Automatisierte Abläufe zur Minimierung manueller Schritte
Zur Qualitätssicherung kommen mehrere Mechanismen zum Einsatz, darunter integrierte Kalibrationen sowie elektronische Prüfverfahren. Ziel ist es, reproduzierbare Ergebnisse auch unter dezentralen Einsatzbedingungen zu ermöglichen.
Der Edan i15 ist für Umgebungen konzipiert, in denen schnelle Entscheidungen auf Basis von Laborparametern erforderlich sind.
Typische Einsatzfelder sind:
Notaufnahme
Intensivmedizin
Rettungsdienst und präklinische Versorgung
Stationen ohne direkten Zugriff auf ein Zentrallabor
Gerade in Situationen, in denen Zeit und Mobilität eine entscheidende Rolle spielen, kann ein kompaktes POCT-System Vorteile bieten.
Die Einordnung des Edan i15 erfolgt im Kontext etablierter Systeme wie dem epoc Blood Analysis System und dem Abbott i-STAT, die bereits breit im Markt eingesetzt werden.
Alle drei Systeme basieren auf einer kartuschenbasierten Blutgasanalyse und ermöglichen schnelle Messungen direkt am Patienten.
Der i15 ist dabei etwas größer als epoc oder i-STAT, setzt jedoch auf eine robuste, integrierte Bauweise und wird häufig als kostengünstigere Alternative eingeordnet.
Eine vereinfachte Einordnung:
Mobilität: alle Systeme für den patientennahen Einsatz geeignet
Messprinzip: kartuschenbasiert
Zeit bis Ergebnis: ca. 1bis 2 Minuten
Gerätegröße: Edan i15 größer, epoc und i-STAT kompakter
Markt: epoc und i-STAT breiter etabliert
Kosten: Edan i15 häufig wettbewerbsfähig
Damit folgt der Edan i15 einem etablierten Konzept, setzt aber eigene Schwerpunkte bei Bauweise und Kostenstruktur.
Hinter dem Gerät steht der Hersteller Edan Instruments, ein international tätiges Medizintechnikunternehmen mit einem breiten Portfolio.
Das Unternehmen entwickelt und produziert unter anderem:
Patient Monitoring Systeme
Ultraschallgeräte
Elektrokardiographie-Systeme (EKG)
In-vitro-Diagnostiklösungen
Edan ist in verschiedenen Märkten weltweit aktiv und bietet auch in Europa entsprechende Strukturen für Vertrieb und Support. In der DACH-Region erfolgt die Betreuung sowohl über lokale Distributoren als auch über eine eigene Niederlassung in Deutschland.
Für Anwender bedeutet das: Der i15 stammt nicht aus einem isolierten Produktkontext, sondern ist Teil eines umfassenden und etablierten Medizintechnikportfolios.
Die Eignung eines POCT-Systems hängt stark vom jeweiligen Einsatzszenario ab. Der Edan i15 kann insbesondere in folgenden Kontexten relevant sein:
Einrichtungen mit Bedarf an kompakter, mobiler Diagnostik
Anwender, die kartuschenbasierte Systeme bevorzugen
Kliniken oder Organisationen, die Alternativen zu bestehenden Systemen evaluieren
Settings mit begrenzter Infrastruktur, in denen integrierte Lösungen Vorteile bieten
Auch im Rahmen von Neuanschaffungen oder Ausschreibungen kann es sinnvoll sein, unterschiedliche Systeme miteinander zu vergleichen, um die Anforderungen des jeweiligen Einsatzortes bestmöglich abzubilden.
Der Edan i15 ist ein kompaktes Blutgasanalysegerät, das sich in ein etabliertes Marktumfeld kartuschenbasierter POCT-Systeme einordnet. Während Systeme wie das epoc Blood Analysis System aktuell eine breite Verbreitung im Markt aufweisen und das i-STAT seit vielen Jahren eingesetzt wird, bietet der Edan i15 eine weitere Option für Einrichtungen, die auf mobile und schnelle Diagnostik angewiesen sind. Für die Auswahl eines geeigneten Systems ist letztlich entscheidend, wie gut das Gerät zum jeweiligen Anwendungskontext passt, insbesondere im Hinblick auf Workflow, Infrastruktur und klinische Anforderungen.
Der Edan i15 basiert auf aktueller Mikrofluidik- und Mikrosensortechnologie und ermöglicht eine zuverlässige Messung zentraler Blutgasparameter. Der Hersteller Edan Instruments ist ein international tätiges, etabliertes Medizintechnikunternehmen. Damit lässt sich der i15 als technologisch aktuelles und im Markt einzuordnendes System bewerten.
Ja. Der i15 ist ein tragbares, batteriebetriebenes Blutgasanalysegerät und für den Einsatz direkt am Patienten konzipiert, z. B. in der Notaufnahme, auf Station oder im Rettungsdienst.
Das Blutgasanalysegerät arbeitet mit unterschiedlichen Kartuschen, wobei insbesondere die BG10-Kartusche ein breites Parameterspektrum abdeckt. Typische Parameter sind pH, pCO₂, pO₂, Elektrolyte (Na⁺, K⁺, Cl⁻), ionisiertes Calcium sowie Hämatokrit. Zusätzlich werden berechnete Werte wie HCO₃⁻ oder Base Excess ausgegeben.
Ja. Der Edan i15 kann neben arteriellem und venösem Blut auch Kapillarblut verarbeiten und ist damit flexibel in verschiedenen Anwendungsszenarien einsetzbar.
Der i15 ist ein In-vitro-Diagnostiksystem für den professionellen Einsatz. Die konkrete IVDR-Konformität sollte je nach Version und Zertifizierungsstatus beim Hersteller oder Distributor geprüft werden.
Ja. Der i15 kann in bestehende IT-Strukturen wie LIS, KIS oder Praxissoftware integriert werden. Die Anbindung erfolgt in der Regel über standardisierte Schnittstellen oder Middleware, sodass Messergebnisse digital übertragen und dokumentiert werden können.
Die Anschaffungskosten gelten als wettbewerbsfähig und liegen teilweise unter denen etablierter Anbieter in der DACH-Region. Die konkreten Preise hängen von Konfiguration und Anbieter ab. Über Diagnoodle können Sie unverbindlich ein unabhängiges Angebot anfragen.
Die Kosten pro Test entstehen hauptsächlich durch die Einwegkartuschen und variieren je nach Kartuschentyp. Insgesamt gelten sie als wettbewerbsfähig und können unter denen etablierter Systeme liegen. Preise können über Diagnoodle individuell angefragt werden.
Die Abrechnung erfolgt je nach Einsatzbereich (z. B. stationär oder ambulant) über bestehende Systeme wie DRG oder EBM. Die konkrete Abrechnungsfähigkeit sollte einrichtungsindividuell geprüft werden.
Die bereitgestellten Informationen sind ausschließlich für medizinisches Fachpersonal bestimmt. Sie dienen der neutralen, unabhängigen Information über Produkte und Studien im Bereich der In-vitro-Diagnostik. Eine individuelle Beratung oder Empfehlung erfolgt nicht. Alle Inhalte werden sorgfältig geprüft, dennoch übernehmen wir keine Gewähr für Vollständigkeit oder Richtigkeit.