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Hinweis: Dieser Artikel richtet sich ausschließlich an medizinische Fachkreise.
Die Sauerstoffsättigung sO2 im Blut ist einer der wichtigsten Parameter zur Beurteilung der Oxygenierung und wird täglich in Notaufnahme, Intensivmedizin, Anästhesie, Pflege und Rettungsdienst gemessen. Sie gibt an, wie viel Prozent des Hämoglobins im Blut mit Sauerstoff beladen sind, und liefert damit unmittelbare Informationen über die Wirksamkeit der Atmung und den Sauerstofftransport zu den Organen.
In diesem Artikel erfahren Sie, was die Sauerstoffsättigung physiologisch bedeutet, welche Normwerte gelten, wie Abweichungen klinisch einzuordnen sind und wie sich die Sauerstoffsättigung messen lässt, sowohl nicht-invasiv als auch im Rahmen der Blutgasanalyse am Point of Care. Außerdem zeigen wir, warum der Parameter immer im klinischen Kontext interpretiert werden muss und wie passende Geräte strukturiert verglichen werden können.
Die Sauerstoffsättigung beschreibt den Anteil des Hämoglobins, der mit Sauerstoff beladen ist. Sie wird in Prozent angegeben und ist ein Maß dafür, wie effizient der Sauerstoff aus der Lunge ins Blut aufgenommen und an die Gewebe transportiert wird.
Physiologisch bindet Sauerstoff in den Alveolen an das Hämoglobin der Erythrozyten. Ist diese Bindung weitgehend vollständig, liegt eine hohe Sauerstoffsättigung vor. Sinkt sie, steht dem Körper weniger Sauerstoff für den Zellstoffwechsel zur Verfügung mit potenziell schwerwiegenden Folgen bei anhaltender Hypoxie.
Im klinischen Alltag ist die Sauerstoffsättigung einer der ersten Parameter, der Hinweise auf eine respiratorische Verschlechterung liefert, oft noch bevor sich Blutdruck oder Herzfrequenz verändern.
Die Sauerstoffsättigung kann auf zwei Wegen bestimmt werden:
Die Pulsoxymetrie ist die am häufigsten eingesetzte Methode, um die Sauerstoffsättigung zu messen. Ein Sensor am Finger, Ohrläppchen oder Fuß nutzt Lichtabsorption, um die arterielle Sättigung kontinuierlich zu bestimmen.
Vorteile sind die einfache Anwendung und die kontinuierliche Überwachung, z. B. auf Normalstation, im OP oder im Rettungsdienst. Einschränkungen bestehen bei schlechter Durchblutung, Bewegung, Nagellack, Hypothermie oder Schockzuständen.
Im Rahmen der Blutgasanalyse wird die Sauerstoffsättigung direkt im Blut bestimmt. Diese Messung ist präziser und liefert gleichzeitig weitere Parameter wie pO₂, pCO₂, pH, Elektrolyte und Hämoglobin.
Gerade bei kritisch kranken Patient:innen ist diese Methode entscheidend, um die tatsächliche Oxygenierung zuverlässig zu beurteilen und Therapieentscheidungen abzusichern.
Bei gesunden Erwachsenen liegt die Sauerstoffsättigung im arteriellen Blut in der Regel zwischen 95 und 100%. Werte darunter gelten als Hinweis auf eine eingeschränkte Oxygenierung, müssen jedoch immer im Kontext interpretiert werden.
Mehrere Faktoren beeinflussen die Sauerstoffsättigung im Blut:
Alter und Höhenlage
Lungenfunktion
Hämoglobinkonzentration
Herzzeitvolumen
Sauerstofftherapie oder Beatmung
Messmethode (Pulsoxymetrie vs. Blutgasanalyse)
Venöse Sättigungswerte liegen physiologisch deutlich niedriger und eignen sich nicht zur Beurteilung der pulmonalen Oxygenierung.
Eine erniedrigte Sauerstoffsättigung weist auf eine Hypoxämie hin und ist ein ernst zu nehmendes Warnsignal. Häufige Ursachen sind:
Pneumonie, COPD, Asthma, ARDS
Lungenembolie
Herzinsuffizienz
Atelektasen oder Shuntbildungen
Ventilationsstörungen
Fehlerhafte oder unzureichende Sauerstofftherapie
Klinisch können Dyspnoe, Tachykardie, Unruhe, Zyanose, Bewusstseinsstörungen oder Organdysfunktionen auftreten. Je schneller die Sauerstoffsättigung fällt, desto dringlicher ist die Ursachenklärung.
Eine sehr hohe Sauerstoffsättigung entsteht meist unter Sauerstoffgabe oder Beatmung. Kurzfristig ist dies in der Akutsituation häufig notwendig, langfristig kann eine übermäßige Oxygenierung jedoch schädlich sein, insbesondere bei Patient:innen mit COPD oder nach Reanimation.
Moderne Konzepte der Intensivmedizin zielen daher auf eine zielgerichtete Sauerstofftherapie, bei der die Sauerstoffsättigung im optimalen Bereich gehalten wird, ohne unnötige Hyperoxie zu verursachen.
Die Sauerstoffsättigung ist ein wichtiger, aber nicht allein ausreichender Parameter. Erst in Kombination mit pO₂, pCO₂, pH-Wert, Hämoglobin und klinischem Zustand ergibt sich ein vollständiges Bild der Oxygenierung.
Ein normaler Sättigungswert schließt eine Gewebehypoxie nicht aus, etwa bei schwerer Anämie. Umgekehrt kann eine niedrige Sättigung bei stabiler Hämodynamik vorübergehend kompensiert sein. Für therapeutische Entscheidungen ist daher immer der Gesamtkontext entscheidend.
Die schnelle Messung der Sauerstoffsättigung ist in vielen klinischen Situationen entscheidend, wie z.B. bei Atemnot, Sepsis, Trauma oder perioperativ. Verzögerungen durch Labordiagnostik können hier relevante Auswirkungen haben.
Point-of-Care-Systeme ermöglichen eine sofortige Beurteilung der Oxygenierung direkt am Patientenbett und unterstützen schnelle, evidenzbasierte Therapieentscheidungen.
Wer regelmäßig die Sauerstoffsättigung messen muss, steht vor der Frage nach dem passenden System: Pulsoxymeter, mobile Blutgasanalysatoren oder stationäre BGA-Geräte unterscheiden sich deutlich in Funktion, Genauigkeit, Wartungsaufwand, IT-Anbindung und Kosten.
Auf www.diagnoodle.com können Sie Geräte gezielt filtern und vergleichen, inklusive technischer Daten, verfügbarer Studien, Dokumente und Herstellerinformationen. So wird die Auswahl des passenden Diagnostiksystems transparent und evidenzbasiert unterstützt.
Die Sauerstoffsättigung ist ein zentraler Parameter zur Beurteilung der Oxygenierung und der klinischen Stabilität von Patient:innen. Eine schnelle, zuverlässige Messung ist in Akut- und Routinsituationen unverzichtbar. Ob nicht-invasiv oder im Rahmen der Blutgasanalyse: Wer die Sauerstoffsättigung sicher interpretieren will, braucht sowohl fachliches Wissen als auch ein geeignetes Diagnostiksystem – genau hier setzt Diagnoodle als unabhängige Vergleichsplattform an.
Die Sauerstoffsättigung beschreibt den Anteil des Hämoglobins, der mit Sauerstoff beladen ist, und ist ein Maß für die Effizienz der Oxygenierung.
Die Sauerstoffsättigung wird entweder nicht-invasiv per Pulsoxymetrie oder invasiv im Rahmen der Blutgasanalyse bestimmt.
Bei Erwachsenen liegt sie in der Regel zwischen 95 und 100 %.
Sie weist auf eine unzureichende Oxygenierung hin und kann verschiedene pulmonale oder kardiale Ursachen haben.
Die Sauerstoffsättigung wird mit Pulsoxymetern oder Blutgasanalysatoren gemessen. Auf Diagnoodle gibt es eine Marktübersicht zu Blutgasanalysatoren mit Vergleichsfunktionen.
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