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Die Entscheidung, ein BGA Gerät zu kaufen, gehört zu den zentralen Beschaffungsfragen im klinischen Alltag. Blutgasanalysegeräte liefern innerhalb kürzester Zeit essenzielle Informationen zu Oxygenierung, Ventilation, Säure-Basen-Status und metabolischen Parametern – wie z.B. in der Notaufnahme, auf Intensivstationen, im Rettungsdienst oder bei der Betreuung chronisch erkrankter Patient:innen.
Gleichzeitig ist der Markt für Blutgasanalysegeräte vielfältig und technisch heterogen. Geräte unterscheiden sich deutlich hinsichtlich Bauform, Parameterspektrum, Kostenstruktur, IT-Anbindung und organisatorischen Anforderungen. Dieser Leitfaden richtet sich an medizinische Fachkreise und unterstützt Sie dabei, strukturiert das passende Blutgasanalysegerät für den jeweiligen Einsatzbereich auszuwählen.
Ein BGA Gerät ist keine isolierte Anschaffung, sondern beeinflusst Arbeitsabläufe, Personalaufwand, IT-Strukturen und laufende Kosten über viele Jahre hinweg. Fehlentscheidungen zeigen sich häufig erst im klinischen Alltag, etwa durch unerwartet hohe Testkosten, zusätzlichen Wartungsaufwand oder fehlende Schnittstellen zu bestehenden IT-Systemen. Ziel sollte daher nicht sein, das technisch komplexeste oder vermeintlich günstigste Gerät auszuwählen, sondern das Blutgasanalysegerät zu kaufen, das funktional, organisatorisch und wirtschaftlich zum jeweiligen Einsatzort passt.
Ein zentraler erster Schritt, wenn Sie ein BGA Gerät kaufen, ist die Einordnung der verfügbaren Gerätetypen. Grundsätzlich lassen sich Blutgasanalysegeräte in stationäre, mobile und tragbare Systeme unterscheiden.
Stationäre Blutgasanalysegeräte kommen überwiegend im Zentrallabor, auf Intensivstationen oder in größeren Notaufnahmen zum Einsatz. Sie sind für einen kontinuierlichen Betrieb mit hohem Probendurchsatz ausgelegt und bieten in der Regel ein breites Parameterspektrum. Ein wesentlicher Vorteil dieser Systeme liegt in den vergleichsweise niedrigen Kosten pro Messung, die häufig im Bereich von etwa 1 Euro liegen, sowie in automatisierten Kalibrierungs- und Qualitätskontrollprozessen.
Diese Geräte benötigen jedoch Platz, regelmäßige Wartung und geschultes Personal. Auch wenn sie teilweise auf Rollwagen innerhalb einer Einrichtung bewegt werden, sind sie nicht für den Einsatz im Rettungsdienst oder für präklinische Anwendungen vorgesehen.
Mobile Blutgasanalysegeräte stellen einen Mittelweg zwischen stationären und tragbaren Systemen dar. Sie sind für den Einsatz in unmittelbarer Patientennähe konzipiert, etwa auf Stationen oder in der Notaufnahme, und lassen sich innerhalb einer Einrichtung flexibel positionieren. Im Vergleich zu klassischen Tischgeräten sind sie kompakter, bieten jedoch weiterhin einen ausreichenden Durchsatz für klinische Routineanwendungen.
Wichtig ist die klare Abgrenzung: Mobil innerhalb der Klinik bedeutet nicht prähospital geeignet. Diese Geräte sind in der Regel empfindlicher und auf stabile Umgebungsbedingungen angewiesen, wodurch sie für den Einsatz im Rettungswagen nicht konzipiert sind.
Tragbare Blutgasanalysegeräte wurden für Anwendungen außerhalb klassischer Laborstrukturen entwickelt. Sie kommen häufig im Rettungsdienst, in der Notaufnahme zur Sofortdiagnostik, in kleineren Einrichtungen oder bei Point-of-Care-Anwendungen zum Einsatz. Die Geräte sind leicht, batteriebetrieben und arbeiten meist mit Einwegkartuschen. Im Vergleich zu stationären Systemen liegen die Anschaffungskosten häufig niedriger, allerdings sind die Kosten pro Messung deutlich höher. Diese bewegen sich typischerweise im Bereich von etwa 6 bis 8 Euro pro Test. Öffentlich verfügbare Preisinformationen zeigen, dass sich die Gerätepreise für handliche Blutgasanalysegeräte häufig zwischen etwa 4.300 und 8.900 Euro bewegen.
Nach der grundsätzlichen Einordnung der Gerätetypen sollten beim Kauf eines Blutgasanalysegeräts mehrere Kriterien systematisch bewertet werden, da sie den späteren Betrieb maßgeblich beeinflussen.
Ein zentrales Kriterium ist der erwartete Durchsatz und der daraus resultierende Workflow. In einer Notaufnahme oder auf einer Intensivstation werden häufig mehrere Blutgasanalysen in kurzer Zeit benötigt, während bei Verlaufskontrollen – etwa bei Patient:innen mit COPD – deutlich weniger Messungen anfallen. Ein Gerät, das nicht auf das tatsächliche Probenaufkommen ausgelegt ist, kann schnell zum Engpass werden.
Auch das Parameterspektrum unterscheidet sich erheblich zwischen den Systemen. Nicht jedes BGA Gerät misst dieselben Parameter, und ein größeres Messspektrum bedeutet nicht automatisch einen Mehrwert. Entscheidend ist, welche Parameter im klinischen Alltag tatsächlich benötigt werden und regelmäßig in die Entscheidungsfindung einfließen.
Ein weiterer wesentlicher Punkt ist die Kalibrierung und Qualitätskontrolle. Je nach Gerätetyp unterscheiden sich Automatisierungsgrad, interne Kontrollmechanismen und Anforderungen gemäß RiliBÄK. Besonders relevant sind hier die Folgekosten, etwa wenn bei Fehlermeldungen komplette Module oder Kartuschen ersetzt werden müssen.
Auch Wartung und Schulungsaufwand sollten nicht unterschätzt werden. Größere Blutgasanalysegeräte erfordern häufig regelmäßige Wartungsintervalle, Serviceverträge sowie Schulungen für das medizinische Personal. Diese Faktoren verursachen nicht nur direkte Kosten, sondern binden zusätzlich Arbeitszeit.
Nicht zuletzt spielt die IT-Anbindung eine zentrale Rolle. Die Integration in LIS-, KIS- oder Middleware-Strukturen erfolgt in der Regel über Standards wie HL7 oder POCT1-A. Die Kosten für Schnittstellen, Middleware oder individuelle Anpassungen werden jedoch häufig erst spät transparent und können in einzelnen Fällen höher ausfallen als der Gerätepreis selbst.
Wer ein BGA Gerät kaufen möchte, sollte die Kosten nicht ausschließlich am Anschaffungspreis festmachen. Die tatsächlichen Gesamtkosten ergeben sich aus dem Gerätepreis, den laufenden Testkosten und zusätzlichen Aufwänden im Betrieb, die je nach Gerätetyp erheblich variieren können.
Handliche Blutgasanalysegeräte liegen laut öffentlich zugänglichen Informationen häufig in einer Preisspanne von etwa 4.300 bis 8.900 Euro. Stationäre Benchtop-Systeme sind in der Regel deutlich teurer, da sie für einen hohen Durchsatz ausgelegt sind und über automatisierte Kalibrierungs- und Qualitätskontrollfunktionen verfügen.
Ein wesentlicher Kostenfaktor sind die laufenden Kosten pro Messung. Während Tischgeräte häufig mit Verbrauchskosten von etwa 1 Euro pro Test arbeiten, liegen diese bei tragbaren Blutgasanalysegeräten meist deutlich höher und bewegen sich häufig im Bereich von 6 bis 8 Euro pro Messung. Bei regelmäßigem Einsatz kann dieser Unterschied einen erheblichen Einfluss auf die Gesamtkosten haben. Zusätzlich fallen laufende Kosten für Kalibrierung, Qualitätskontrolle, Wartung, Schulungen, sowie für Verbrauchsmaterialien wie Blutgasspritzen an.
Auch die IT-Anbindung an LIS- oder KIS-Systeme sollte frühzeitig berücksichtigt werden, da insbesondere Schnittstellen und Middleware finanziell relevant sein können. Eine realistische Gesamtkostenbetrachtung ist daher entscheidend für eine fundierte Kaufentscheidung.
Die Wahl des passenden Blutgasanalysegeräts hängt maßgeblich vom klinischen Einsatzbereich ab. In der Notaufnahme sind schnelle Analysezeiten und ein effizienter Workflow entscheidend, da häufig mehrere Blutgasanalysen in kurzer Zeit durchgeführt werden müssen. Hier kommen sowohl leistungsstarke Tischgeräte als auch mobile Blutgasanalysegeräte zum Einsatz, die in Patientennähe positioniert werden können.
Auf der Intensivstation bewähren sich vor allem stationäre Benchtop-Geräte, da sie für den Dauerbetrieb ausgelegt sind, niedrige Kosten pro Messung bieten und automatisierte Qualitätskontrollfunktionen besitzen. Mobile Geräte können eine sinnvolle Ergänzung darstellen, ersetzen jedoch in der Regel kein zentrales System.
Im Rettungsdienst und bei prähospitalen Anwendungen werden überwiegend tragbare Blutgasanalysegeräte eingesetzt. Diese sind kompakt, robust und schnell einsatzbereit, jedoch nicht für hohe Testzahlen konzipiert.
Auch in der ambulanten Versorgung oder bei der Betreuung von Patient:innen mit chronischen Erkrankungen, etwa bei COPD, können tragbare Systeme sinnvoll sein, wenn regelmäßig einzelne Messungen durchgeführt werden und Flexibilität im Vordergrund steht.
Der Markt für Blutgasanalysegeräte ist unübersichtlich, und Herstellerinformationen sind häufig marketinggetrieben. Eine neutrale Plattform kann medizinische Fachkreise dabei unterstützen, Geräte nach Einsatzgebiet, Parametern und Bauform zu vergleichen, öffentlich verfügbare Preisspannen einzuordnen und relevante Studien sowie Produktdokumente gebündelt abzurufen.
Auf www.diagnoodle.com finden medizinische Fachkreise eine strukturierte Marktübersicht, um gezielt ein Blutgasanalyse Gerät zu kaufen und Systeme unabhängig zu vergleichen.
Wer ein BGA Gerät kaufen möchte, sollte strukturiert vorgehen. Entscheidend sind nicht einzelne technische Daten, sondern das Zusammenspiel aus Einsatzgebiet, Workflow, Kostenstruktur und organisatorischen Anforderungen. Eine fundierte Marktübersicht und ein neutraler Vergleich helfen dabei, langfristig die richtige Entscheidung zu treffen.
Ein BGA Gerät misst in der Regel pH-Wert, pCO₂, pO₂ sowie berechnete Parameter wie Bicarbonat (HCO₃⁻), Base Excess und Sauerstoffsättigung. Je nach System können zusätzlich Elektrolyte (z. B. Natrium, Kalium, Calcium), Glukose, Laktat oder Hämoglobin bestimmt werden. Das verfügbare Parameterspektrum variiert je nach Gerätetyp und Hersteller.
Die Kosten für ein BGA Gerät hängen stark vom Gerätetyp ab. Tragbare Blutgasanalysegeräte liegen häufig im Bereich von etwa 4.000 bis 9.000 Euro. Stationäre Benchtop-Systeme sind in der Regel deutlich teurer. Zusätzlich sollten laufende Kosten für Verbrauchsmaterialien, Kalibrierung, Qualitätskontrolle, Wartung und IT-Anbindung berücksichtigt werden.
Stationäre BGA Geräte sind für einen hohen Probendurchsatz ausgelegt, bieten niedrige Kosten pro Messung und automatisierte Qualitätskontrollprozesse. Tragbare BGA Geräte sind kompakt, batteriebetrieben und für den Einsatz in Patientennähe oder im Rettungsdienst konzipiert, verursachen jedoch meist höhere Kosten pro Test und sind nicht für hohe Testzahlen vorgesehen.
Die IT-Anbindung ist ein zentrales Kriterium beim Kauf eines BGA Geräts. Viele Systeme lassen sich über Standards wie HL7 oder POCT1-A in LIS-, KIS- oder Middleware-Strukturen integrieren. Der Umfang der Schnittstellen und die damit verbundenen Kosten sollten frühzeitig geprüft werden, da sie den späteren Betrieb maßgeblich beeinflussen.
Die Auswahl des passenden BGA Geräts hängt vom Einsatzbereich ab. In Notaufnahmen und auf Intensivstationen werden häufig stationäre oder mobile Systeme eingesetzt, während im Rettungsdienst und bei prähospitalen Anwendungen tragbare BGA Geräte zum Einsatz kommen. Entscheidend sind Durchsatz, Workflow, Mobilitätsanforderungen und die benötigten Parameter.
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